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05.04.2018

GKN Manschetten: Weiche Schale, harter Kern

Hoher Verschleiß und Schäden am Antriebssystem haben oft eine ganz simple Ursache: eingerissene oder undichte Dichtungsmanschetten. Daher sollten bei jeder Inspektion die Manschetten kontrolliert und bei Bedarf sofort ausgetauscht werden.

Rösrath, 05. April 2018 – Die Gelenke moderner Seitenwellen sind komplexe High-Tech Bauteile. Intelligente Designs und modernste Metalllegierungen stellen sicher, dass hohe Drehmomente mit wenig Reibungsverlust zuverlässig über viele Jahre und Kilometer übertragen werden. Geschützt werden sie dabei von einer – so erscheint es jedenfalls auf den ersten Blick – simplen Gummimanschette.

Dabei wird diese schützende Hülle einer Vielzahl von Belastungen ausgesetzt: Sie dreht sich mit hoher Drehzahl unter dem Fahrzeugboden und muss dabei permanent den Witterungseinflüssen standhalten. Dazu kommen die mechanischen und chemischen Belastungen durch Steinschlag bzw. Streumittel. Durch das Ein- und Ausfedern der Achse und das Steuern der lenkbaren Räder kommen noch weitere dynamische Belastungen hinzu. Die oftmals hohen Leistungen moderner Fahrzeuge führen zudem zu erhöhten Temperaturen der Antriebskomponenten.

Es wurden bereits verschiedene Materialien und Bauformen entwickelt, die die Zuverlässigkeit der Dichtungsmanschetten verbessern. Die Passgenauigkeit und Materialqualität sind dabei genau auf die jeweiligen Gelenke abgestimmt. Dies gilt insbesondere für Verschiebegelenke, welche zusätzlich zu axialen Verschiebungen von bis zu 60 mm, einen Beugewinkel von bis zu 31 Grad ermöglichen – und das zuverlässig in einem Temperaturbereich von -40 Grad bis zu 100 Grad Celsius.

Falls eine beschädigte Manschette festgestellt wird, muss das Gelenk genaustens auf seine einwandfreie Funktion untersucht werden. Nur wenn diese sichergestellt ist, reicht es aus, die Manschette zu ersetzen. Ein wichtiger Faktor dabei: Die Werkstatt untersucht auch das verwendete Material. Wenn beim Originalteil thermoplastische Elastomere (TPE) zum Einsatz kommen, sollte zur Reparatur auch eine TPE-Manschette montiert werden. Moderne Antriebssysteme greifen fast ausschließlich auf TPE zurück, da es den Leistungsanforderungen am besten entspricht.

Für alle anderen Anwendungen können auch Universalmanschetten als schnelle Hilfe, falls die spezifische GKN Manschette in Original-Qualität nicht verfügbar ist, eingesetzt werden. GKN bietet 10 dieser sogenannten „FlexBoots“ an, die über 1.800 verschiedene Fahrzeuge passgenau abdecken.

Ob FlexBoot oder gelenkspezifische TPE-Manschette – GKN liefert stets komplette Reparaturlösungen samt benötigtem Fett und den erforderlichen Spannbändern in Serienqualität.

Anleitungen zur korrekten Montage der Achsmanschetten finden sich unter www.gknservice.com als Download oder im TecDoc-Katalog.